30. September 2014

Happy New Beer

happynewbeer.jpg

Anstoßen mit Kellerbier auf ein schönes Brauer-Sylvester (v.l.): Peter Mittermeier, Maria Stelzl, Christoph Kämpf, Josef Rengsberger, Thomas Eichenseher und Josef Schadenfroh.

Heißt das Kellerbier eigentlich Kellerbier, weil es in einem Bierkeller gebraut wird? Und warum wird es nur in den Monaten getrunken, die ein „r“ im Namen führen ? Und warum eigentlich feiern die Brauer Sylvester im September? Fragen, die Brauereigeschäftsführer und Biersommelier Christoph Kämpf am Freitagabend im Karmeliten am Hagen beantwortet hat.

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Und es waren derer gleich zwei am Freitagabend. Die Karmeliten Brauerei griff ein schönes Brauchtum wieder auf und feierte das traditionelle Brauer-Sylvester und den neuen Jahrgang des Original Karmeliten Kellerbieres mit einem Fassanstich. Traditionell läuft Ende September das Brauwirtschaftsjahr aus. Dazu gibt es durchaus Historisches zu berichten, erzählte Kämpf, der an diesem Abend Bürgermeisterin Maria Stelzl und zahlreiche Vertreter aus dem Stadtrat willkommen hieß. Denn früher war in den Sommermonaten in weiten Regionen das Brauen von Bier verboten. „Als es noch keine Kältemaschinen gab, mussten die Brauer ihr Bier durch natürliches Eis kühlen“, ergänzte Braumeister Thomas Eichenseher und nannte als bestes Beispiel den Eisweiher im Laga-Gelände. Auch das Braugetreide wurde damals am letzten Tag im September bezahlt und somit ging das Geschäftsjahr zu Ende. Carl von Linde nahm den Bierbrauern ihren Spaß, im September Sylvester zu feiern, als er die erste Kältemaschine entwickelte.

 

Das Kellerbier, nach überlieferter klösterlicher Braukunst gebraut, ist vollmundig und würzig zugleich und im Geschmack fruchtig frisch, wird direkt aus dem Lagertank unter Beibehaltung der natürlichen Gärhefe in Fass oder Flasche gefüllt. Den Anstich eines ersten Fasses Kellerbier delegierte Maria Stelzl aufgrund der räumlichen Enge rund um das Fass charmant auf Josef Rengsberger, der gekonnt mit zwei Schlägen die Sache erledigte. Maria Stelzl, eine Frau, die sich nach eigener Aussage mit Bieren auskennt, ging bis dato allerdings völlig unwissend eines Brauer-Sylvesters durchs Leben.

 

Für die gute Laune an diesem Abend sorgten „Drah’ die Wadl’n“ mit altbayerisches Volksmusik. Mit dabei auch „Mausi“, die früher mit der Kapelle Josef Menzl große Erfolge feierte. Ja und dann war da noch „da Ebner“. Patrick Ebner aus Straubing mit seinen „Gschicht’n aus’m Lebn’n“. Eine Mischung aus spitzbübisch vorgetragenen Liedern und Geschichten. Sein Vorbild ist der Fredl Fesl. Den Leuten hat’s gefallen.