Bereits 50 Haushalte machen mit

Mit „aktiv-Donau“ können Stromkunden Arche-Noah-Projekt unterstützen

Seit 1. März gibt es das neue regionale Ökostromprodukt „aktiv-Donau“ der Stadtwerke Straubing. Seitdem beherrscht leider die Corona-Krise unser Leben. Trotzdem haben die Straubinger den Blick für ein Stück Klimavorsorge vor Ort nicht aus den Augen verloren. Mittlerweile haben sich schon 50 Haushalte mit einem Jahresverbrauch von rund 100?000 Kilowattstunden für das Ökostromprodukt mit lokaler Komponente entschieden.

Nun konnten mit der Kiermeier Verwaltungs GmbH und der Karmeliten Brauerei auch zwei gewerbliche Kunden für „aktiv-Donau“ begeistert werden. Als ein Abnehmer der ersten Stunde hat sich die Kiermeier Verwaltungs GmbH in die Kundenliste der Stadtwerke eingetragen. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen rund ums Bauen und Wohnen, fungiert auch als Bauträger sowie im steuerlichen Bereich. Wie Hans Kiermeier, Geschäftsführer der Kiermeier-Gruppe, erklärt, werde „aktiv-Donau“ bereits als Baustrom und nach Fertigstellung auch für den Betrieb der Firmen-Objekte verwendet. „So unterstützen wir auch den Anspruch unserer Kunden auf eine ökologische und zukunftsorientierte Bau- und Lebensweise.“

Seit 1. Juni hat sich auch die traditionsreiche Karmeliten-Brauerei und damit der erste Industriekunde für die Stromversorgung mit „aktiv-Donau“ entschieden. Brauereidirektor Christoph Kämpf, Verfechter eines regionalen Wirtschaftskreislaufs, schätzt das Engagement der Stadtgärtnerei zum Erhalt einheimischer Arten sehr und hofft, dass sich noch viele Straubinger Haushalte und Gewerbebetriebe für „aktiv-Donau“ entscheiden.

 

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Christoph Kämpf (Karmeliten-Brauerei, links), Hans Kiermeier (Kiermeier Verwaltungs GmbH, 2.v.r.) und Georg Hien (Stadtwerke, 2.v.l.) informieren sich bei Jörg Mildenberger (Stadtgärtnerei, rechts) über das Artenhilfsprogramm der Stadtgärtnerei auf e

Eines der erfolgreichsten Artenhilfsprogramme

Das hofft auch Jörg Mildenberger, Projektleiter für das Artenhilfsprogramm in der Stadtgärtnerei. „Aktuell sammeln wir die Samen von 296 bedrohten Arten, säen sie aus und pflegen sie teilweise jahrelang, bis sie in Straubing und der Region an ihren natürlichen Standorten wieder ausgebracht werden können. Wir stecken viel Arbeit und Herzblut in das Artenhilfsprogramm, das leider aber auch kostenintensiv ist. Und so freut es uns natürlich sehr, dass uns die aktiv-Donau-Kunden der Stadtwerke mit ihrem Förderbeitrag unterstützen.“

Tatsächlich ist das von der Stadtgärtnerei betreute Artenhilfsprogramm eines der erfolgreichsten Arche-Noah-Projekte in ganz Deutschland. Die Stadtgärtner haben mit viel gärtnerischem Fachwissen und Engagement die derzeit besten Systeme zum fachlich qualifizierten Schutz der Flora Bayerns entwickelt. Keinem anderen Projekt gelingt es derart gut, das Vorkommen seltenster Pflanzen zu erhalten, Bestände durch adäquate Pflege aufzubauen sowie auch – wo möglich – neue Vorkommen im angestammten Verbreitungsgebiet zu begründen.

Die Stadtgärtnerei hat aber nicht nur den Artenschutz, sondern auch die Artenvielfalt auf der Agenda. Mit dem Projekt „Blühendes Straubing“ kümmert sie sich, zusätzlich zu der traditionellen Gartenbaukultur, um die Erweiterung der Blühflächen und -wiesen innerhalb des Stadtgebietes. Das steigert die Biodiversität, was auch der Fauna, wie Insekten und Vögeln, zugutekommt.

 

„Ein Stück Klimavorsorge vor Ort“

„Das Artenhilfsprogramm der Stadtgärtnerei ist deutschlandweit einzigartig“, betont Georg Hien, Vertriebsleiter bei den Stadtwerken. „Mit der Entscheidung für unser regionales Ökostromprodukt ,aktiv-Donau‘ kann jeder Straubinger Stromkunde das Projekt und damit auch ein Stück Klimavorsorge vor Ort unterstützen.“