Regierungs- und Bezirkstagspräsident besuchen Straubings Energieautarke Brauerei

Straubing, 14. Januar 2020. Die beiden höchsten Vertreter des Bezirks Niederbayern statteten der Karmeliten Brauerei in Straubing einen Besuch ab und blickten hinter die Kulissen der innovativen Traditionsbrauerei.

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Regierungspräsident Rainer Haselbeck und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich nahmen die Einladung von Geschäftsführer Christoph Kämpf gerne an, sich bei einer Brauereibesichtigung über das Unternehmen zu informieren. Auch Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr folgte der Einladung in die Karmeliten Brauerei.

„Bei der Preisverleihung zum TOP Unternehmen Niederbayerns durften wir die Auszeichnung für unser Engagement im Bereich Nachhaltigkeit entgegennehmen. Daraufhin kam die Einladung zustande. Wir freuen uns, dass wir mit unserem Achtsamkeitskonzept bei den politischen Vertretern auf so großes Interesse stießen.“, freute sich Kämpf über den gelungenen Besuch.

Im Bild von links: Regierungspräsident Rainer Haselbeck, Christoph Kämpf, Geschäftsführer der Karmeliten Brauerei, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Oberbürgermeister Markus Pannermayr informierten sich über Achtsamkeit und Innovation bei der Bierherstellung. (Fotowerbung-Bernhard)


Im Sudhaus, dem „Herz“ der Brauerei, informierte Kämpf gemeinsam mit Braumeister Thomas Eichenseher über die zum Brauen verwendeten Rohstoffe. Dabei verpflichtet das Bayerische Reinheitsgebot zur Einhaltung der vier Zutaten Wasser, Hopfen, Malz und Hefe. Darüber hinaus verfolgt die Karmeliten Brauerei eine konsequente Strategie zur Verwendung ausschließlich regionaler Rohstoffe. So ist die Braugerstengemeinschaft mit Saatguthändlern, Landwirten und einer Mälzerei aus der direkten Umgebung Straubings ein Erfolgsmodell. „Wir vermeiden lange Transportwege, können eine nachvollziehbare Herkunft unserer Rohstoffe gewährleisten und tragen zur Schonung der Natur bei.“, erklärt Braumeister Eichenseher.

Auch die modernen Anlagen des Energiemanagements der Brauerei begeisterten die Präsidenten. Das ganzheitliche Energiekonzept mit optimaler Rohstoffnutzung verfolgt die Karmeliten Brauerei bereits seit dem Jahr 2013, als sie sich mit dem Bau eines neuen Sudhauses für die Zukunft rüstete. Seitdem wird auf einen möglichst effizienten und ressourcenschonenden Brauvorgang, sowie den weitgehenden Verzicht auf Primärenergie, die Verwertung anfallender Reststoffe, vor allem aus dem Abwasser, und die Nutzung von Naturkälte in Form von Schnee gesetzt. Damit erreicht die Brauerei eine höchstmögliche Energie-Effizienz mit der Einsparung von über 99,5 Prozent CO²-Emissionen im Vergleich zu durchschnittlichen Brauereien.

 

Regierungspräsident Haselbeck und Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich lobten die zielstrebige Ausrichtung und das Engagement des Unternehmens. Es liege an den zahlreichen mittelständischen Unternehmen sich mit Alternativen der Energiegewinnung und Ressourcennutzung auseinanderzusetzen. Nur so könne eine Veränderung gelingen, die für die Natur und den Menschen gleichermaßen verträglich sei. In Niederbayern sehe man die Karmeliten Brauerei als „Leuchtturm“ mit großer Strahlkraft für die Region.

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