Siebtes "Goidhaibalfest" für die ganze Familie

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An Christi Himmelfahrt kamen viele Besucher auf das Brauerei-Gelände der Karmeliten

 

Die Karmeliten-Brauerei Karl Sturm führt die schon lieb gewonnene Tradition fort und öffnete an Christi Himmelfahrt die Türen zu Biergarten und Festzelt, um ein zünftiges Brauereifest zu feiern. In Anlehnung an den Kosenamen „Goidhaibal“ ihrer Bierspezialität Kloster Gold, feierte man das entsprechende Fest nicht nur für Väter, sondern für die ganze Familie am Vatertag schon zum siebten Mal.

 

In diesem Jahr ging es bereits am Vorabend mit der Altneihauser Feuerwehrkapell’n, der Kulttruppe aus der Oberpfalz mit ihrem Kommandanten Norbert Neugirg, zünftig zu im Festzelt. Üblicherweise kann sich das „Ensemble“ ein paar Seitenhiebe auf lokales Geschehen nicht verkneifen – in Straubing wollten sie damit gar nicht mehr aufhören. Natürlich ging es dabei auch um das Gezeter mit Deggendorf. Es folgten einige Schimpftiraden, aber nie wirklich böse, und natürlich ein Loblied auf die Oberpfalz. 1?200 Besucher im vollen Festzelt waren begeistert „Acht abgewrackte Musikanten mit einem Kommandanten“, waren jeden Euro des Eintrittsgeldes wert. „Hier steht der Stolz der Oberpfalz – in Franken so gerngesehen wie Schäuble in Athen“, rief Neugirg. „Die CSU regiert in Bayern in so manchen Nest schon so lange wie die Pest, in der Oberpfalz ist nicht ganz klar, ob die Pest nicht besser war“.

Viel, ja sogar sehr viel Lokalkolorit aus Stadt und Land gab es in den Worten von Neugirg. Und alle anwesenden Politiker wie Regierungspräsident Heinz Grunwald, OB Markus Pannermayr, Landrat Josef Laumer und die beiden Abgeordneten des Landtags Josef Zellmeier und Hans Ritt, ja sogar Geschäftsführer Christoph Kämpf (Oberfranke,) bekamen kräftig ihr Fett weg, nahmen es aber lachend hin. Verblüffend immer wieder die Kenntnisse von Norbert Neugirg über Geschehnisse in Stadt und Land. „Mit Bier vom (Brau-)Meister Eichenseher ist man gleich dem Himmel näher“. Wer nicht dabei war, hat an diesem Abend einiges verpasst.

 

Am Vatertag selbst ging es mit buntem Programm in die zweite Runde. Am frühen Vormittag sah man schon die ersten Gäste auf dem Gelände. Ab 12 Uhr konnten Teile der Brauerei, die sich extra herausgeputzt hatte, unter fachkundiger Leitung im laufenden Betrieb besichtigt werden. Für viele Besucher war es das erste Mal, dass sie sich mit dem Thema Bier außerhalb des Glases beschäftigt haben. Und so war es für manche schon verwunderlich, dass es bis zu zwölf Wochen dauert bis der edle Gerstensaft getrunken werden kann.

 

Fassanstich: Lohmeier unter königlicher Beobachtung


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Brauereidirektor Christoph Kämpf, Bürgermeister Hans Lohmeier und die Bayerische Bierkönigin Tina Christin Rüger nach dem Fassanstich.

Um die Mittagsstunde war dann der Fassanstich. Und die Bayerische Bierkönigin Tina Christin Rüger schaute auf den einen Schlag, den Bürgermeister Hans Lohmeier brauchte. Brauerei-Chef Christoph Kämpf hatte zuvor mit Braumeister Thomas Eichenseher die Gäste begrüßt und das Familienfest eröffnet.

 

Für das leibliche Wohl war mit Fisch, Fleisch und Würstl und den Getränken der Brauerei natürlich gesorgt. Dazu gab es Kaffee und selbst gebackene Kuchen von den Altstadtfreunden. Gabys Leckereien sorgten für süße Schleckereien und mit einer Hüpfburg für Kinder für Abwechslung. Ponyreiten und Kinderschminken ergänzten das Unterhaltungsangebot für die Kleinen. Mutige Erwachsene konnten auf Segways einen Geschicklichkeitsparcours durchqueren. „Wir haben Wert darauf gelegt, dass wir für jedes Familienmitglied etwas anbieten können“, sagte Geschäftsführer Christoph Kämpf. Musikalisch sorgte erst der Musikverein Mitterfels für den passenden Rahmen, ab 15 Uhr brachten dann „Nachtexpress“ mit ihrem fetzigen Programm die Besucher in Stimmung. - wil -